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Clinical Talk: FeLV – Schnee von gestern oder weiter relevant?

EINSCHALTEN. ANSCHAUEN. ANWENDEN. Referentin: Dr. Susanne Mangelsdorf-Ziera ist Diplomate ECVIM-CA (Internal Medicine) und Fachtierärztin für Innere Medizin der Kleintiere. Sie arbeitet als Oberärztin bei den Kleintier Spezialisten Berlin-Brandenburg. Die Prävalenz von FeLV ist in den letzten...
Clinical Talk: FeLV – Schnee von gestern oder weiter relevant?

EINSCHALTEN. ANSCHAUEN. ANWENDEN.

Referentin: Dr. Susanne Mangelsdorf-Ziera ist Diplomate ECVIM-CA (Internal Medicine) und Fachtierärztin für Innere Medizin der Kleintiere. Sie arbeitet als Oberärztin bei den Kleintier Spezialisten Berlin-Brandenburg.

Die Prävalenz von FeLV ist in den letzten Jahrzehnten zwar grundsätzlich gesunken, allerdings stagniert der beobachtete Rückgang und es sind vor allem regionale Unterschiede festzustellen. Die Expertin Dr. Susanne Mangelsdorf-Ziera weist zudem darauf hin, dass sich die meisten FeLV-Prävalenz-Studien bisher auf Katzen bezogen, die permanent virämisch sind, also Katzen mit einer progressiven Verlaufsform. Eine neue Studie hat alle Verlaufsformen untersucht, die bei Katzen nach FeLV-Viruskontakt entstehen können, und kommt zu dem Ergebnis, dass fast jede 10. Katze in Deutschland Kontakt mit FeLV gehabt hat. Auch in der Praxis bestätigt sich, dass FeLV weiter relevant ist, denn in den letzten zwei Jahren verzeichnen die Kleintier Spezialisten Berlin-Brandenburg in ihrer Klinik einen deutlichen Anstieg von FeLV-Katzen auf Station.

Grundsätzlich sind bei FeLV-Infektionen hauptsächlich drei Verlaufsformen zu unterscheiden: Bei einer abortiven Infektion findet eine vollständige Viruselimination statt. Im Falle einer regressiven Infektion kommt es zu einer ersten Virämie. Das Virus wird von der Katze immunologisch bekämpft, es kommt aber zum Einbau von Provirus im Knochenmark und eine Reaktivierung ist möglich. Eine progressive Infektion bedeutet, dass die Katzen nicht in der Lage sind, ausreichend Antikörper zu bilden. Die Folgen sind eine persistierende Virämie und FeLV assoziierte Erkrankungen.

Dr. Susanne Mangelsdorf-Ziera unterstützt daher die Empfehlungen der StIKo Vet, bei allen Katzen, die Kontakt zu anderen Artgenossen mit ungeklärtem FeLV-Status haben, gegen FeLV zu impfen unter Verwendung eines adjuvansfreien Impfstoffs.

Ihr Fazit
: Aufgrund der Prävalenz ist es wichtig, exponierte Katzen durch Testen und Impfen zu schützen.

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Aufgrund der Prävalenz ist es wichtig, exponierte Katzen durch Testen und Impfen zu schützen."

Karsten Hesse im Gespräch mit Dr. Susanne Mangelsdorf-Ziera

ATF Anerkennung: Es besteht die Möglichkeit, auf www.clinicaltalk.de für drei angesehene Folgen eine ATF-Fortbildungsstunde zu erwerben. (Wichtig: Immer für 3 Folgen das gleiche Gerät nutzen.)

Kosten: Die Teilnahme ist für Tierärzt:innen kostenlos

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