Feline Lower Urinary Track Disease (FLUTD) betrifft in Deutschland mehr als 150.000 Katzen pro Jahr. Oft finden Katzenbesitzer:innen den Weg zum Tierarzt erst, wenn die Katze die starken Schmerzen beim Urinieren durch lautes Vokalisieren äußert oder unsauber wird. Ist eine entzündete Blase Auslöser des Problems, stellt sich die Frage nach der Ursache. Steine und bakterielle Infektionen sind bei Katzen nur für ca. 20 % der Fälle verantwortlich. Weitaus häufiger (>60 %) ist die Feline Idiopathische Cystitis (FIC).
Hierfür gilt Stress als die Hauptursache (Brain-Bladder-Connection). Wird das individuelle Stresstoleranz-Level der Katze überschritten („das Fass zum Überlaufen gebracht“), beschleunigt sich der negative Kreislauf aus Reizung/Schädigung der Blasenwand, was den Stress weiter erhöht und durch Rückkopplung mit dem Gehirn die neurogene Entzündung weiter triggert. Die akute Phase geht mit sehr starken Schmerzen, einer Schädigung der Glycosaminglykan-Schicht auf der Blasenwand und einer neurogenen Entzündung einher.
Ziel der Therapie ist das Durchbrechen des Kreislaufs durch Schmerzreduktion, Umweltmodifikation (Wassernäpfe, Toilettenmanagement …) und Reduktion von Stress bzw. Erhöhung der Stresstoleranz der Katze. Dafür bilden Schmerzmittel (NSAIDs, Opioide) die Basis. Sie helfen, einen akuten Anfall zu beenden bzw. zu verkürzen.
Allerdings werden mehr als 50 % der Katzen innerhalb eines Jahres wieder mit einem Rezidiv in der Praxis vorgestellt. Daher muss es das Ziel einer erfolgreichen Behandlung sein, die Katze langfristig stressresistenter zu machen bzw. kritische Stressoren zu identifizieren und zu eliminieren (Stichwort: MEMO – Multimodal Environmental Modifikation). Das kann einfach sein, wie z. B. ein zusätzlicher Wassernapf, aber auch unmöglich, falls z. B. ein Baby auslösender Faktor ist.
Ein einfacher und hilfreicher Baustein ist die Ernährung. Wichtig zunächst: die Erhöhung der Wasseraufnahme zur Verdünnung des hoch konzentrierten und stark reizenden Harns. Gleichzeitig kann die Nahrung mit Bausteinen einer gesunden Blasenschutzschicht (Glycosaminglykane) und anxiolytischen Komponenten (Tryptophan) angereichert werden.
Das neu bei Dechra erhältliche Protexin Cystophan® ist ein hochwertiges Ergänzungsfuttermittel. Es enthält N-Acetyl-Glucosamin sowie Hyaluron zur Stärkung der GAG-Schicht innerhalb der Blase. Das stressmodulierende Tryptophan in Cystophan® kann die Tierarztpraxis in der verhaltensmedizinischen Betreuung der FIC-Katzen unterstützen und somit sowohl während akuter Phasen, aber auch bei chronischen Fällen zu einer deutlichen Besserung beitragen. Die leicht zu öffnenden Streukapseln enthalten je eine Tagesdosis Cystophan®. Das hat den großen Vorteil, dass das stressfreie Zufüttern der mit dem üblichen Futter leicht möglich ist.
Das stressmodulierende Tryptophan in Cystophan® kann die Tierarztpraxis in der verhaltensmedizinischen Betreuung der FIC-Katzen unterstützen und somit sowohl während akuter Phasen, aber auch bei chronischen Fällen zu einer deutlichen Besserung beitragen. "